Les Diablerets. Foto/Photo: TES

Das Tal von Ormont, Glacier 3000 und Les Diablerets

Das Tal von Ormont (Kanton Waadt) war im 13. Jahrhundert in mehrere Lehen aufgeteilt, die dem Grafen von Savoyen, der Abtei St-Maurice, den Adligen von Saillon im Wallis sowie anderen Adligen gehörten. Im Jahr 1475 erwarben die Berner das Tal von Les Ormonts während der Burgunderkriege.

Die bernische Herrschaft war den Bewohnern von Les Ormonts nicht allzu streng, und die Ormonens blieben dem bernischen Regime treu. Im Jahr 1798 zog ein Detachement unter dem Kommando von Oberst Tscharner in Richtung Aigle, um die französischen Truppen aufzuhalten, und wurde dabei geschlagen. Ein weiteres Kontingent unter Oberst Forneret kämpfte erfolglos am Col de la Croix.

Schliesslich verkündeten die Pfarrer im Jahr 1798 von der Kanzel die Erklärung des Waadtländer Direktoriums, die die Unabhängigkeit des Waadtlandes verkündete.

Zwischen 1836 und 1840 wurde die Strasse gebaut, die Aigle über die Grands Rochers mit Sépey verbindet, später auch zwischen Sépey und Château d’Oex sowie zwischen Sépey und Les Diablerets.

Im Jahr 1913 wurde die elektrische Eisenbahn Aigle – Sépey – Les Diablerets in Betrieb genommen, und der Wintertourismus entstand. Ab 1950 ermöglichte die Zeit des Wohlstands den Bau des Glacier 3000, der Gondelbahnen, der Skilifte und der Postbuslinie Gstaad – Pillon (Glacier 3000 Halte)– Les Diablerets.

Les Diablerets

Der Ort Les Diablerets (Gemeinde Ormont-Dessus) liegt am Fuss des Diablerets-Massivs und an beiden Ufern der Grande Eau. Das erste Hotel wurde 1856 erbaut, das Grand Hôtel Les Diablerets.

Im Jahr 1881 liess das Grand Hotel für seine immer zahlreichere englische Kundschaft eine Kapelle im anglikanischen Ritus errichten. Im Jahr 1946 wurde die englische Kapelle in eine lokale protestantische Kirche umgewandelt.

 Der Gipfel der Diablerets

Der Gipfel der Diablerets (3.209 m), gelegen zwischen den Weiden von Anzeindaz im Süden und dem Tal Les Ormonts im Norden, galt seit jeher als gefährlicher und verfluchter Ort. Der Ort wurde zum Zufluchtsort böser Geister und zum Treffpunkt der Dämonen, so die Legende von Les Diablerets.

Das Geräusch ihrer Spiele mit den Felsen liess die Leute sagen, die Dämonen spielten Kegel, daher der Name „Quille du Diable“, der dem turmförmigen Felsen südlich des Tsanfleuron-Gletschers (Blümlisalp) und der Diablerets gegeben wurde. Es war ein Aufenthaltsort der Dämonen.

Glacier 3000

Heute kann man diesen Felsen problemlos besuchen, ohne dabei Dämonen zu begegnen. Im Herzen der Waadtländer Alpen bilden der Glacier 3000 und das mit Villars und Gryon verbundene Gebiet ein Paradies für Skifahrer, Wanderer, Langläufer und Schlittenfahrer.

Eindrücke aus Les Diablerets

Pascal Bettex, sculpture cinétique à la  Jean Tinguely, 2017. 

Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat