Le Doubs. Foto/Photo: TES

Naturpark Doubs, die Mühle von Soubey, St. Ursanne und Le Doubs

Vom See Les Brenets (schweizerischer Name; der französische Name ist Chaillexon) bildet der Fluss Doubs die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz bis zur schönen mittelalterlichen Stadt Saint-Ursanne (Kanton Jura).

Dieser Fluss hat bereits eine Geschichte für sich. Sein Name leitet sich vom Lateinischen dubius, „Zweifler“, ab. Aus gutem Grund, denn von seiner Quelle im französischen Jura, in der Nähe des Sees Les Brenets (eigentlich drei kleine Seen mit Schluchten und Wasserfällen, Les Gorges du Doubs und Le Saut du Doubs), fliesst er zunächst in Richtung Nordosten.

Le Doubs bei St. Ursanne

In Saint-Ursanne fliesst der Doubs zunächst nach Norden und dann abrupt nach Südwesten. Anschliessend fließt er durch Besançon (Burgund-Franche-Comté) und mündet in Verdun-sur-le-Doubs (Saône-et-Loire) in die Saône. Er ist insgesamt 453 Kilometer lang, davon 430 Kilometer auf französischem Gebiet. Seine Quelle liegt nur 100 km von seiner Mündung entfernt!

Soubey

Die Mühle moulin du Milieu von Soubey (1565)

Dieser besondere Fluss ist Namensgeber für einen aussergewöhnlichen Park: den Regionalen Naturpark Doubs (Kantone Neuenburg, Jura und Bern). Der etwa dreihundert Quadratkilometer grosse Park weist eine bemerkenswerte Vielfalt auf: bewaldete Landschaften und (blühende) Wiesen von grosser Schönheit, Bergplateaus (bis zu 1500 Meter), Schluchten, Moore, Teiche (u.a.), die UNESCO-Welterbestätten La Chaux-de-Fonds und Le Locle, ein Mosaik aus Dörfern, Weilern und abgelegenen Bauernhöfen (von denen viele heute als Werkstätten, Kinderbauernhöfe und Museen genutzt werden) oder die Pferdezuchtbetriebe der Freiberge (Franches-Montagnes).

Der Park bietet auch gute Möglichkeiten für Sport und Tourismus zu allen Jahreszeiten.

(Quelle und weitere Informationen: www.parcdoubs.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner