Baden, mineral springs, Inhalatorium and 150 years of Kursaal Plakat um 1900. Foto/Photo: TES

Baden, Mineralquellen, das Inhalatorium und 150 Jahre Kursaal

Die Römer entdeckten nach der Eroberung des Gebiets der heutigen Schweiz im Jahr 13 v. Chr. bald die Mineralquellen in Aquae Helvetica, dem heutigen Baden (Kanton Aargau). Genf war bereits 120 v. Chr. erobert worden, Nyon (Colonia Julia Equestris) und Augst/Kaiseraugst (Colonia Augusta Raurica) waren schon 44 v. Chr. römische Städte, aber Baden war die erste Stadt mit römischen Bädern (Thermen).

Das ehemalige Inhalatorium

Obwohl der Abzug der Römer die Badekultur beeinträchtigt hatte, blieben die Mineralquellen in Betrieb. Im Mittelalter erlebte die Badekultur eine Wiederbelebung und auch die heilende Wirkung dieses Mineralwassers wurde immer bekannter.

Im 19. Jahrhundert wichen die öffentlichen Badehäuser und die Nutzung der Mineralquellen zunehmend geschlossenen Einrichtungen für das Bürgertum und den Adel. Grand Hotels, Trinkhallen, Kurbrunnenanlagen und andere Kurorte wurden in Baden und entlang der Limmat errichtet. Der Höhepunkt war die Eröffnung des Kursaals im Jahr 1875. Dieser Komplex war Casino, Konzertsaal, Tanzlokal und vor allem Treffpunkt für die Schweizer und internationale „Beau monde“.

Das ehemalige Inhalatorium

Diese Geschichte von Baden als international renommiertem Kurort wird bis zum 15. März 2026 im ehemaligen Inhalatorium an der Limmatpromenade in Wort und Bild präsentiert. Ausserdem finden am 21. Februar und 7. März Stadtführungen statt, bei denen die Mineralquellen, Kurorte, (verschwundene) Grand Hotels und der Kursaal auf dem Programm stehen. Das Inhalatorium, das ebenfalls eine eigene Geschichte zu erzählen hat, ist der Treffpunkt.

Anmeldung beim Historischen Museum Baden, das bis zum 5. Juli 2026 die Ausstellung „Mittendrin im Vergnügen. Kursaal-Stadtsaal-Spielcasino“ organisiert.

(Quelle und weitere Informationen: Verein Bagni Populari in Baden