Denkmäler

Sargans, St. Oswald und Cassian. Foto/Photo: TES.

Ein Schweizerisches Monument

Bischof Ulrich VII. von Chur weihte am 28. Juni 1711 die Kirche St. Oswald und Cassian in Sargans ein. Die barocke Innenausstattung war jedoch wegen fehlender finanzieller Mittel noch nicht vorhanden.

Der Bau konnte in seinen eigentlichen Plänen nicht vollständig entwickelt werden. Auch der spätgotische mittelalterliche Turm des Vorgängers blieb bestehen.

Die Stadt beherbergt ebenfalls das mittelalterliche Schloss der Grafen von Montfort und Werdenberg-Sargans aus dem 11. Jahrhundert. Seit 1483 regierte jedoch die Eidgenossenschaft die Stadt als Untertanengebiet bis 1798. Die Vögte residierten im Schloss.

Auch die Religionsgeschichte der Stadt ist typisch schweizerisch. Die Eidgenossenschaft war ein Bündnis gleichberechtigter unabhängiger katholischer und protestantischer Kantone, eine bemerkenswerte Leistung für das sechzehnte und siebzehnte Jahrhundert.

Sargans blieb katholisch, war aber frei, sich zum katholischen Glauben zu bekennen. Der 28. Juni 1711 ist ein Beispiel für diese Toleranz.

Sargans fiel auch unter mehrere katholische Verwaltungen: Jahrhundertelang bis 1798 unter die Abtei Mehrerau (Bodensee), ab 1815 unter das Kloster Pfäfers. Auch der Bischof von Chur war nie weit weg. Sargans gehörte zu seiner Diözese.

Die Kirche St. Oswald und Cassian symbolisiert diese mittelalterliche und frühmoderne religiöse Geschichte und Architektur.