La Tène, canton de Neuchatel, le parc de chênes. Bild/Photo: TES.

Die heiligen Eichen von La Tène

Über die Kelten ist nicht viel bekannt. Die wichtigsten Quellen sind griechische und lateinische Autoren und archäologische Funde. Sie zeigen, dass die Kelten ein Name für viele Stämme sind.

Sie bewohnten ab 1 300 v. Chr. Mittel- und Südeuropa und auch das Gebiet der heutigen Schweiz. Die Kelten waren nie eine politische Einheit. Durch die Romanisierung ab dem ersten Jahrhundert v. Chr. ist die Sprache verschwunden.

Wissenschaftler können gewisse Wörter, Namen und Ortsbezeichnungen immer noch auf diese Sprache zurückführen, aber über ihre Grammatik, Aussprache und Herkunft ist fast nichts bekannt.

Auf der Grundlage archäologischer Funde, insbesondere in den Gräbern der Elite und der Rekonstruktion von Siedlungen, Oppidum/Oppida genannt, lässt sich ein einigermassen zuverlässiges Bild von Kultur, Handel und sozialen Netzwerken zeichnen.

Es handelte sich um eine Kultur mit einem hohen handwerklichen und organisatorischen Niveau und einem europäischen Handelssystem, das vom Mittelmeerraum bis zu den skandinavischen Ländern reichte.

In der Wissenschaft werden zwei Perioden unterschieden. Die Hallstattzeit oder die erste Eisenzeit (1300-400 v. Chr.) und die La Tène-Zeit oder die zweite Eisenzeit von 400 bis zu Beginn der Römerzeit, von 122 v. Chr. bis zu der Eingliederung in das Römische Reich durch Kaiser Augustus um 15 v. Chr. Hallstatt ist nach einem Ort in Österreich benannt.

La Tène ist das Gebiet in der Nähe von Neuenburg, wo im Jahr 1860 Pfahlbauten und viele keltische Objekte gefunden wurden.

Das nahegelegene Museum Laténium beschäftigt sich intensiv mit dieser Zeit.

Die Eiche hatte in der Kultur der Kelten eine wichtige religiöse Bedeutung. In der Gegend von La Tène wurde ein Eichenpark (wieder) angelegt mit dem Zweck den einst dort ansässigen Kelten zu gedenken.