Barryland am 26. Juni 2025 wiedereröffnet
29 Juni 2025
Wie stolz, gepflegt und rasiert sahen sie nach ihrer Maniküre, dem Zähneputzen und Bürsten der Haare am 26. Juni in ihrem neuen Zuhause Barryland in Martigny (Kanton Wallis) aus!
Es war ihr Fest anlässlich der Eröffnung des neuen Barryland-Komplexes. Die Bernhardiner sind für ihre einfühlsame und freundliche Art bekannt, weshalb sie viele Gäste eingeladen hatten.

Der Name Barry bezieht sich auf den berühmtesten Bernhardiner, Barry I. Barry I lebte von 1800 bis 1812 bei den Kapuzinermönchen auf dem Grossen St. Bernhard. Er rettete mehr als 40 Menschen bei Kälte, Schnee und Nebel auf den Grossen St. Bernhard.
Diese Geschichte, eine Mischung aus historischen Fakten, Legenden und Mythen, prägt bis heute das Bild des Bernhardiners als treuer, mutiger und menschenfreundlicher Begleiter und Retter in der Not. Seit Generationen haben diese Hunde Reisenden geholfen, vor allem jenen, die in Kälte, Schnee und Nebel in großer Höhe (weit) gewandert sind.


Barryland
Das Barryland ist dem Abdruck einer Bernhardiner-Hundepfote nachempfunden und misst 2 400 m² in einem 22 000 m² großen Park.

In fünf verschiedenen Themenbereichen können kleine und grosse Besucher die Geschichte und die Mythen rund um den Bernhardiner anhand interaktiver Exponate erkunden und seine einzigartigen Charaktereigenschaften entdecken.




Die Besucher haben auch die Möglichkeit, die Hunde zu beobachten und ihre tägliche Pflege mitzuerleben.


Barryland ersetzt das frühere Museum, das sich im nahe gelegenen Arsenal befand und heute als Café-Restaurant und Personalgebäude dient.
Fondation Barry
Seit Januar 2005 ist die Fondation Barry für die Zucht, Aufzucht und Pflege der weltberühmten Bernhardiner zuständig. Zuvor wurden diese Aufgaben 300 Jahre lang vom Chorherrenorden auf dem Grossen St. Bernhard-Pass (Congrégation des chanoines de l’Hospice du Grand-St-Bernard) wahrgenommen.

Napoleon auf dem Grossen St. Bernhard-Pass, Mai 1800
Übrigens halten sich die meisten der rund 30 Bernhardiner noch immer von Juni bis Oktober auf dem Grossen Sankt Bernhard-Pass auf. Das Museum auf diesem Pass erforscht nicht nur diese jahrhundertalte Tradition, sondern auch die Geschichte der Kapuziner, ihres Hospizes und die Bedeutung des Grossen St. Bernhard-Passes seit der Römerzeit.

Le Musée de l’Hospice du Grand-Saint-Bernard
Die Fondation Barry hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine mehr als 300 Jahre alte Zuchttradition fortzuführen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht, diesen Hunden ein gesundes, artgerechtes, zeitgemässes und ausgeglichenes Leben zu ermöglichen.

Heute werden die Hunde nicht mehr zur Rettung von Menschen in Not auf dem Grossen Sankt Bernhard oder anderswo eingesetzt, sondern als Menschen- und Kinderfreunde, zum Beispiel für ältere Menschen und Kinder.

Gleichzeitig möchte die Stiftung die Beziehung zwischen Mensch und Tier fördern, indem sie der Öffentlichkeit die Möglichkeit gibt, diesen legendären Tieren zu begegnen. Der Themenpark Barryland ist daher ein Ort der Begegnung und des Austauschs zwischen Bernhardinern und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
(Quelle und weitere Informationen: Fondation Barry)
Korrektorin: Giuanna Egger-Maissen
Eindrücke aus Barryland







Eindrücke von der Eröffnungsfeier






Von links nach rechts: Mélanie Glassey-Roth (Directrice de la Fondation Barry), Damian Constantin (Président de Valais/Wallis Promotion), Alain Dubois (Chef du Service de la culture du Valais), David Martinetti (Vice-Président de Martigny), Patricia Constantin (Présidente du Grand Conseil du canton du Valais), Jean-Maurice Tornay (Président du conseil de la Fondation Barry)

Bild: Fondation Barry
