Le château de Grandson. Photo/Foto: TES.

Die Burg, das Kloster Saint-Jean-Baptiste und die Stadt Grandson

Die erste Erwähnung der Burg und der Seigneurie Grandson (Kanton Waadt) stammt aus dem Jahr 1100. Über die Stadt ist aus dieser Zeit nicht viel mehr bekannt, als dass 1146 ein Benediktinerkloster gegründet wurde, das mit seiner prächtigen romanischen Architektur, seinen Skulpturen und Fresken noch immer im Zentrum der Stadt steht. In einer späteren Zeit wurden gotische Umbauten vorgenommen.

Othon I. von Grandson (1238–1328) hat die Festung und die Macht der Seigneurie erheblich ausgebaut, unter anderem durch ein Bündnis mit Savoyen. Die Burg wurde anschliessend eine Zeit lang (1389–1420) vom Haus Savoyen verwaltet und ab 1420 vom Haus Chalon, einem Verbündeten Karls des Kühnen (1433–1477), Herzog von Burgund.

Die Baumaterialien für die neue Burg von Otto I. von Grandson. Bild: Château de Grandson

Das Netzwerk der Burgen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert. Zwischen 1230 und 1320 entstanden in der Waadt neue Burgen, die zur Verteidigung, zur Verwaltung und zur Machtdemonstration dienten und von den Bischöfen von Lausanne und Genf, dem Haus Savoyen und seinen Vasallen, den Herren von Cossonay-Prangins, der Grafschaft Gruyère und den Herren von Grandson genutzt wurden.Bild: Château de Grandson

Aus diesem Grund war die Burg Gegenstand des Kampfes zwischen Karl und den Eidgenossen sowie deren Verbündeten. Diese besiegten den Herzog am 2. März 1476 in der Schlacht von Grandson.

Von diesem Zeitpunkt an verwalteten Bern und Freiburg Grandson abwechselnd. Die Burg war bis 1798 Residenz der Vögte.

Anschliessend ging das Schloss 1803 in den Besitz des neuen Kantons Waadt über und befand sich danach noch im Eigentum mehrerer Privatbesitzer.

Privatbesitzer. Bild: Château de Grandson

Heute wird das Schloss von einer Stiftung verwaltet, die dort auch das Museum von Grandson beherbergt.

Das Kloster Saint-Jean-Baptiste

Die Kirche Saint-Jean-Baptiste des Klosters gehört zum Nationalerbe. Die Architektur zeigt die verschiedenen Bau- und Transformationsphasen, die im Laufe von neun Jahrhunderten Geschichte aufeinanderfolgten. Die romanische Struktur, die schönen Skulpturen und Fresken sind weitgehend erhalten geblieben.

1178 wurde das Benediktinerpriorat den Mönchen des Chaise-Dieu aus der Auvergne übergeben. Ein Glockenturm und eine Kuppel im romanischen Stil der Auvergne wurden errichtet.

Das Kloster wurde 1554 aufgelöst und die Kirche verlor ihre katholische Funktion. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Westfassade komplett umgebaut.

(Quelle und weitere Informationen: Commune de Grandson, Église médiévale de Grandson, Grandson, 2025;  Château-Grandson.ch).

Die Kirche Saint-Jean-Baptiste

Schloss Grandson

Die Stadt Grandson

Hôtel de Ville  und ehemaliges Kloster des Cordeliers (1289)