La Punt Chamues-ch. Foto/Photo: TES

La Punt Chamues-ch, Mia Engiadina und der Albulapass

Das Dorf Chamues-ch (Kanton Graubünden) gehörte den Grafen von Gammertingen und ging 1137 an das Bistum Chur über. Die Lage am Eingang des Hochtals und am Fuss des Albulapasses führte 1250 dazu, dass der Bischof Volkhard von Chur die Burg Guardaval erbauen liess. Dort residierte ein Vogt in bischöflichem Auftrag.

1440 wurde die Brücke über den Inn zum Weiler La Punt gebaut und aus den zwei Orten wurden die zwei Ortsteile La Punt und Chamues-ch. La Punt (rätoromanisch: die Brücke) wuchs vor allem mit der Handelstätigkeit über den Albulapass und wurde zum Handelsknotenpunkt.

Hier entstanden herrschaftliche Patrizierhäuser der reichen Handelsfamilien, die bis heute erhalten sind. Heute beherbergt La Punt das Jagdmuseum und einen Mia Engiadia Hub.

Das Jagdmuseum

Der Mia Engiadia Hub in La Punt

Der Mia Engiadia Hub in Scuol

Chamues-ch diente vorwiegend den Bauern als Siedlungsgrund. Die schönen alten und massiven Bauernhäuser dieses Ortsteils sind allerdings fast alle erst nach 1499 entstanden, denn die Einwohner fackelten ihre Holzhäuser während des Schwabenkriegs eigenhändig ab, um den anrückenden Feind zum Rückzug zu bewegen.

Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat

Eindrücke aus La Punt Chamues-ch