Venezia - Palazzo Trevisan degli Ulivi. Foto/Photo: Wikipedia

Palazzo Trevisan und die Beziehungen Venedig-Schweiz

Venedig pflegt  mit der Schweizerische Eidgenossenschaft und ihren Kantonen seit Jahrhunderten politische, wirtschaftliche und kulturelle Kontakte. Die Zuckerbäcker, Textilhändler, Soldaten und Allianzen sind bekannt. Von der Kontinuität der Beziehungen (u.a. im Handel) zwischen Venedig und der alten Eidgenossenschaft zeugt u.a. eine Skulptur in Basel.

Weit weniger bekannt ist eine Verbindung aus dem 20. Jahrhundert. Der Palazzo Trevisan in Venedig ist Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Palazzo im Stadtteil Dorsoduro an der Promenade Zattere wurde im 15. Jahrhundert für die Familie Trevisan erbaut und ist ein Symbol der wirtschaftlichen und politischen Blütezeit Venedigs.

Die Beletage des Palazzo Trevisan wurde bis 2002 als Sitz des Generalkonsulats der Schweiz genutzt, später auch als Kulturzentrum, nachdem es in ein Honorarkonsulat umgewandelt wurde. Im Laufe der Zeit ist das Gebäude zu einem Symbol für die Aktivitäten der Schweiz in Venedig geworden.

Künftig wird der Palazzo nicht nur dem Kulturbereich, sondern auch der Wissenschaft, der Forschung und der Privatwirtschaft offen stehen. Ab dem 1. Januar 2026 wird die Beletage des Palazzo zu einer Plattform, die einem breiten Publikum offen steht.

Die Förderung der Schweizer Kultur wird weiterhin der Ausgangspunkt sein. Darüber hinaus werden neue Aktivitäten in den Bereichen Innovation, Forschung und Nachhaltigkeit integriert. Ferner ist die Schweiz stets an der Biennale von Venedig vertreten, und der Palazzo spielt auch bei dieser Veranstaltung eine wichtige Rolle.