Seit Urzeiten werden Geschichten und Mythen von Generation zu Generation mündlich und schriftlich überliefert. Sie helfen beim Verständnis der Welt, sie zu strukturieren und einzuteilen sowie eine eigene Meinung zu bilden.

Sie berichten von den Gefühlen der Menschen – von Liebe und Hoffnung, aber auch von Chaos und Krieg. Jede Generation beruft sich auf sie oder schafft gar neue. Ihre Verbreitung fand jedoch nicht nur in der Literatur, sondern auch in allen möglichen Kunstgattungen und Handwerken statt.

So zeugen auch die französischen Bronzependulen in der aktuellen Ausstellung «Von Mythen und Geschichten» von diesem Phänomen. Alle geschaffen im frühen 19. Jahrhundert, berufen sie sich auf die griechische und römische Antike.

Den damaligen Menschen waren die Geschichten aus der Zeit der Götter und Helden wohlvertraut und jede Motivgruppe hatte ihre ganz eigene Bedeutung. So wurde schon bei der Auswahl des dargestellten Mythos festgelegt, welche Funktion und Stimmung die Pendule einst erreichen und hervorrufen soll.

Diese Wirkung kann sie jedoch nur entfalten, wenn der Betrachter fähig ist, die Geschichte zu lesen. Diese wollen wir in der Ausstellung wieder lebendig werden lassen und den Besuchern so einen Zugang zu den Uhren ermöglichen.