Sinfonieorchester Basel und Stadtcasino Basel 1826-2026
10 Juni 2026
Das Sinfonieorchester Basel und das Stadtcasino Basel feiern im Jahr 2026 ihre jahrhundertelange Zusammenarbeit und Gründung – Generationen bevor Paul Sacher (1887–1964) 1926 das Kammerorchester Basel gründete (ein weiterer Meilenstein in der Musikstadt Basel im Jahr 2026!).
Sinfonieorchester Basel 1876–2026
Das Sinfonieorchester Basel, wie wir es heute kennen, ist das Ergebnis einer Tradition, die vor mehr als dreihundert Jahren begann. Der Name des Ensembles hat sich oft geändert, aber das Ensemble ist, abgesehen von der kurzen Zeit während der Helvetischen Republik (1798–1803), nie von der Bildfläche verschwunden.
Im Jahr 1692 gründeten Bürger ein Collegium Musicum, um die Musik zu fördern. Das Collegium bestand aus Amateur- und professionellen Musikern. Die Konzerte fanden bis 1826 im ehemaligen Augustinerkloster statt, seitdem hauptsächlich im Stadtcasino.
Am 4. Oktober 1876 wurde der neue Konzertsaal im Stadtcasino eingeweiht. Er ist bis heute der wichtigste Konzertort des Orchesters. Eng verbunden mit dem neuen Saal war der andere Name des Orchesters: das Basler Sinfonie-Orchester.

Nach dem Jubiläumskonzert am 9. Juni 2026: Sinfonie Nr. 3 in d-Moll von Gustav Mahler (1860–1911), Markus Poschner (Dirigent), Knabenkantorei Basel, Basler Gesangverein und Jasmin Jorias (Alt). Mahler hat das Orchester zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrfach geleitet.
1997 fusionierte das Basler Sinfonie-Orchester mit dem Radio-Sinfonieorchester Basel und das Ensemble erhielt seinen heutigen Namen, das Sinfonieorchester Basel. Rund hundert professionelle Musiker treten in der Schweiz und im Ausland auf und arbeiten eng mit dem Theater Basel zusammen. Die Jubiläumssaison umfasst ein vielseitiges und aussergewöhnliches Konzertprogramm, das auf der Website einsehbar ist.
(Quelle und weitere Informationen: Sinfonieorchester Basel)

Stadtcasino Basel 1826–2026
Das Stadtcasino wurde 1826 eröffnet, zwei Jahre nach der Gründung der Stadtcasino-Gesellschaft im Jahr 1824. Der Architekt war Melchior Berri (1801–1854). Er war ein grosser Bewunderer der Renaissance und entwarf auch das Naturhistorische Museum an der Augustinergasse. Es steht an der Stelle des ehemaligen Augustinerklosters, wo das Collegium Musicum bis 1826 Konzerte gab.
Die erste grosse Erweiterung erfolgte 1876 mit dem Bau des Konzertsaals, gefolgt vom Hans-Huber-Saal in den Jahren 1904/1905. Beide Projekte wurden von Johan Jakob Stehlin dem Jüngeren (1826–1894) entworfen.
Das ursprüngliche Stadtcasino wurde 1938 vollständig abgerissen. Das heutige Hauptgebäude wurde vom Architektenteam Willi Kehlstadt, Brodtbeck und Bohny, Bräuning, Leu, Dür entworfen und 1939 in Betrieb genommen.

Das Stadtcasino Basel wurde bis 2020 mehrfach renoviert und erfuhr weitere Umbauten, wie beispielsweise die Installation der neuen Orgel im Jahr 1971. Die Wiedereröffnung des erweiterten Stadtcasinos Basel fand im Jahr 2020 statt. Das Stadtcasino feiert vom 12. bis zum 14. Juni 2026 sein 200-jähriges Bestehen.
(Quelle und weitere Informationen: Stadtcasino Basel)

