Mulegns, der Weisse Turm und ein Zentrum für digitale Bautechnologien
21 März 2025
Nach Jahren treuer Dienste als Veranstaltungsort für künstlerische Darbietungen wurde der Julierturm vor zwei Jahren abgerissen. Der neue Turm (der Weisse Turm) der Nova Fundaziun Origen aus Riom (Kanton Graubünden) steht jedoch bereits wieder.

Riom
Während der Julierturm der höchst gelegene Theater- und Konzertsaal Europas war, ist der Weisse Turm der erste und originellste digitale Turm der Welt! Er steht im Dorf der Weissen Villa und des Posthotels Löwe in Mulegns.
Der Weisse Turm erhebt sich zwischen den Dächern von Mulegns. Er ist um 25 Meter hoch und steht auf den Mauern der alten Schmiede. Zweiunddreissig Säulen tragen eine filigrane Kuppel, die den Bau krönt. Im Sommer weht der Wind durch die gewundenen Säulen. Im Winter hüllt sich der Turm in ein festliches Kleid und lädt zum Konzert. Der Weisse Turm wird am 20. Mai 2025 eingeweiht.

Der Weisse Turm besteht aus zweiunddreissig digital gedruckten Säulen; acht pro Stockwerk. Jede Säule ist ein Unikat mit unterschiedlichen Texturen, verschiedenen Höhen, virtuosen Mustern.
Die Säulen wurden an der ETH Zürich entworfen, getestet und gedruckt. In Savognin haben Handwerker die einzelnen Säulenteile montiert. In Mulegns wurden die organischen Säulen mit einem riesigen Kran aufeinandergestapelt. Der Turm ist modular gebaut und kann wieder komplett demontiert werden.
Im Lichte des Turmes entsteht noch ein weiteres Projekt im Bergdorf Mulegns mit nur 13 Einwohnern: Das Zentrum für digitale Bautechnologien (ZDBT). Die Nova Fundaziun Origen realisiert in der historischen Kutschenremise in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe für Digitale Bautechnologien der ETH Zürich und Partnern aus Industrie und Gewerbe ein Kompetenzzentrum für digitale Bautechnologien.
Das Zentrum vermittelt ein vertieftes Wissen über die Prozesse des digitalen Bauens. Anhand konkreter Projekte werden die digitalen Technologien, die robotischen Fertigungsmethoden, die handwerklichen Prozesse und die materialtechnischen Voraussetzungen erläutert.
(Quelle udn weitere Informationen: Nova Fundaziun Origen)
Korrektorin: Eva Maria Fahrni
