J. Reynolds, (1723–1792), Edward Gibbon, c. 1785. Photo/Foto: Wikipedia

Die Freiheit der Schweizer

Beim Verlag Offizin erschien 2015 Die Freiheit der Schweizer von Edward Gibbon (1737-1794).

Gibbon gilt als der Vater der modernen Geschichtsschreibung. Er ist noch immer einer der bedeutendsten englischen Historiker.

Sein Hauptwerk ist „The History of the Decline and Fall of the Roman Empire“, eine Geschichte, die den Niedergang des Römischen Reichs vom 2. Jahrhundert bis zur Einnahme Konstantinopels in 1453 beschreibt.

Gibbon hat vom 16. bis zum 21. Altersjahr in Lausanne seine geistigen Fähigkeiten geschmiedet.  Die Schweiz als eigenartiger Staat und Eidgenossenschaft mit eigenartigen Regierungsformen interessierte und faszinierte ihn.

Er schrieb zuerst auf französisch den „Journal de mon voyage dans quelques endroits de la Suisse“. Der siebenjährige Krieg (1756-1763) machte aber Schluss mit Gibbons Aufenthalt in Lausanne.

Die Schweiz war zwar neutral, aber Frankreich war damals Englands Feind und in der Nähe. Nach Ende dieses Krieges unternahm er eine Italienreise. Zuerst reiste er via Paris wieder nach Lausanne, wo er fast ein Jahr lebte.

Danach reisste er mit dem Engländer William Guise (1737-1783) nach Rom und fasste dort den Beschluss „The History of the Decline and Fall of the Roman Empire“ zu schreiben. Der letzte Teil dieser sechsbändigen Geschichte sollte in 1788 erscheinen.

Die Geschichte der Freiheit der Schweiz war jedoch 1765, zurück in England, auch noch in seinen Gedanken. 1767 war die Schrift fertig.

Sie wurde aber nicht gleich publiziert, sondern erst im Jahr 1815, zwei Jahrzehnte nach seinem Tod,  in der französischen Sprache unter dem Titel „Introduction à l’histoire Générale de la République des Suisses“ veröffentlicht. Zweihundert Jahre später ist das Buch auch in der deutschen Sprache verfügbar.

(Edward Gibbon, Die Freiheit der Schweizer, Zürich 2015).