Lengnau und Bern
3 Juni 2021
Im 11. Jahrhundert gehörte Lengnau (Longeau auf französisch) unter die Herrschaft der Grafen von Strassberg, kirchlich zum Bistum Lausanne.
Ein Mauerstück deutet auf die Römerzeit und eine römische Besiedlung hin.
Es bestehen zudem schriftliche Quellen, das Lengnau vor dem Jahr 1000 bestand. Dokumente des Klosters Einsiedeln aus dem Jahr 997 belegen dies. 1228 wurde das Dorf unter den Namen Lengieuwa erwähnt.
Im 14. Jahrhundert teilte Lengnau die Schicksale der Auseinandersetzungen zwischen Habsburg und den Verbündeten einerseits und Bern und Solothurn andererseits. Die Eidgenossenschaft stand damals nur am Anfang.
Im Kriege des Herzogs Leopold I von Österreich (1290-1326) gegen Solothurn, nur drei Jahre nach der Schlacht am Morgarten (1315), verwüstete Freiburg (eine Alliierte von Habsburg) die Ortschaft. Das Dorf gelangte an die Grafen von Kyburg.
Die Beziehung zwischen der den Habsburgern wohlgesinnten Grafen von Kyburg und der Städte Bern und Solothurn war angespannt.
Nach dem Sempacherkrieg gegen Habsburg (1386) eroberte Bern im Jahr 1388 Lengnau (und Büren an der Aare, Sitz der Grafen von Kyburg seit 1375 und der letzten Graf von Neuenburg-Nidau Rudolf IV).
Damit fiel Lengnau an Bern (seit 1353 Mitglied der Eidgenossenschaft) und folgte den politischen und religiösen Weg dieser Stadt und des Kantons.
(Quelle: www.lengnau.ch).
Korrektorin: Melinda Fechner
