Das Beinhaus von Leuk
21 Mai 2021
Die Beinhauskapelle von Leuk (Kanton Wallis) gehört zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten der Schweiz.
Die Kapelle unter der Stephanskirche beherbergt einen Raum mit einer über zwei Meter hohen und neunzehn Meter langen Schädel- Knochenwand. Diese Wand ist nicht nur eine Schicht, sondern weist eine Stärke von bis zu zwei Metern auf.
22 000 Schädel und Oberschenkel sind ab dem 15. Jahrhundert aufgetischt worden. Sie stammen aus dem alten Friedhof, der früher die Kirche umgab.

Gemalte Darstellung Ritter und Landsknechte an der Westseite des Pfeilers, um 1520-1530
Der Pfeiler ist mit Szenen eines Totentanzes bemalt. An der Ostmauer und an der Nordmauer sind um 1520-1530 auch zwei Totenbilder gemalt worden. Sie geben den Eindruck des Unausweichlichen und Unabwendbaren. Beide Bilder sind auf einer länglich rechteckigen Fläche komponiert.
Die Stiftung des Beinhauses geht auf die Periode 1506-1515 zurück. Ein genaues Datum kann nicht angegeben werden.
Das Beinhaus in Raron ist 1512-1513 errichtet worden, das Beinhaus von Naters um 1515 (am 22. Januar 1525 eingeweiht) und das Beinhaus an der Domkirche von Sitten um 1510.
(J. Sarbach, Beinhaus Leuk, Leuk).
Korrektorin: Melinda Fechner
