Bädertourismus und die vier Jahreszeiten in Leukerbad

Funde römischer Münzen und Spangen in Leukerbad (Loèche-les-Bains auf Französisch) liefern Hinweise, dass schon die Römer die Thermalquellen in Leukerbad kannten und dass das Thermalwasser seitdem ohne Unterbruch genutzt wurde.

In Leukerbad werden momentan 8 Quellgruppen für balneologische oder energetische Zwecke genutzt. Insgesamt sind um 65 Thermalquellen in Leukerbad bekannt.

Leuekerbad wurde im Jahre 1229 zum ersten Mal erwähnt, aber hieß damals noch Boez. Die Einwohner sprachen eine romanisch-französische Volkssprache. Um 1500 vollzog sich eine Veränderung.

In den letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts trat neben der bis dahin einzig vorkommenden romanisch-französischen Volkssprache immer entschiedener die deutsche Sprache auf, und innerhalb von zwei Generationen war die alte Volkssprache gänzlich verdrängt.

Das Übergewicht der deutschsprachigen Bevölkerung im Wallis, die tatkräftigen deutschsprachigen Bischöfe Walter Supersaxo und (Kardinal) Matthäus Schiner vom Bistum Sitten und die vielen aus deutschsprachigen Gebieten zuströmenden Gäste bewirkten diesen Umschwung.

Bischof Schiner erwarb um 1500 selber verschiedene Badehäuser und betrieb diese auch. Seither hat die Zahl der Badehäuser, Gäste und Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten nur noch zugenommen.

Mit dem Aufkommen des Winter- und Sommertourismus im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Leukerbad zu einem bedeutenden Tourismusort. Während der vier Jahreszeiten kommen Bergsportler voll auf ihre Kosten. Die vielen Thermalbäder, Bergbahnen und zahlreichen Wanderwege bieten für jeden etwas.

Und trotz aller Neubauten hat sich auch diese Touristenattraktion eine gewisse Authentizität bewahrt.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Leukerbad)

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