Gertrud Dübi-Müller und ihre Leidenschaft für die Kunst und das Leben Kunstmuseum Basel, Plakat der Ausstellung 'Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet. The Collecter and Pioneer Gertrud Dübi-Müller'.

Gertrud Dübi-Müller (1888-1980) war eine der bedeutendsten Kunstsammler und Kunstsammlerinnen der Schweiz, passionierte Fotografin, Autofahrerin, Bergsteigerin, und sie stand Modell für Ferdinand Hodler und andere Kunstschaffende. Die Ausstellung Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet präsentiert die erste umfassende Ausstellung über Gertrud Dübi-Müller.

Ferdinand Hodler (1853-1918), Bildnis Gertrud Müller, 1911. Kunstmuseum Solothurn – Dübi-Müller-Stiftung

Die Sammlerin war mit zahlreichen Künstler und Künstlerinnen befreundet, darunter Ferdinand Hodler, der sie in 17 Bildnissen verewigte; so stand sie beispielsweise Modell für das grossformatige Gemälde Blick ins Unendliche (1913/14–1916) aus der Sammlung des Kunstmuseums Basel.

Cuno Amiet, Der violette Hut (Bildnis Gertrud Müller), 1907. Dübi-Müller-Stiftung

Mit ihrer Fotokamera dokumentierte Dübi-Müller nicht nur das Leben befreundeter Künstler und Künstlerinnen, sondern auch ihr eigenes. Ihre anspruchsvollen Bergtouren, darunter eine Besteigung des Matterhorns, unterstreichen die Unabhängigkeit für eine Frau ihrer Zeit und machen die selbstbestimmte Solothurnerin zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit, deren Lebensweg und Engagement für die Kunst heute noch nachwirken.

Eindruck aus der Ausstellung

Die Ausstellung zeigt herausragende Werke internationaler Künstler wie Paul Cezanne, Gustav Klimt und Vincent van Gogh sowie bedeutender Schweizer Künstler:innen wie Cuno Amiet, Alice Bailly, Giovanni Giacometti und Ferdinand Hodler.

Neben den Arbeiten aus dem Kunstmuseum Solothurn werden Werke aus weiteren Schweizer Museen sowie von privaten Leihgebenden gezeigt, die einst Teil von Dübi-Müllers Sammlung waren.

Gertrud Dübi-Müller am Steuer ihres “Pic-Pic”, 1911. © Gertrud Dübi-Müller / Fotostiftung Schweiz

Eigene Fotografien und solche von anderen, bisher unveröffentlichte Briefe und von Hand gemalte Postkarten von Künstler und Künstlerinnen und Kulturschaffenden an Dübi-Müller eröffnen einen intimen Einblick in ihr Leben und Netzwerk.

Eindruck aus der Ausstellung

Eindrucksvolle Fotografien und bislang unveröffentlichte Dokumente beleuchten ihres Leben und machen ihren Einfluss auf die Kunst- und Kulturgeschichte erstmals in diesem Umfang sichtbar.

Gertrud Dübi-Müller beim Schlittschuhlaufen, Mürren, ca. 1931. Gertrud Dübi-Müller Archiv/Fotostiftung Schweiz