Eines der Hauptmerkmale der Schweiz ist ihr föderaler, subsidiärer Staatsaufbau mit direkter Bürgerbeteiligung und Entscheidungsbefugnis.
Die Einwohner der Gemeinden und Kantone sind in der Regel stark mit ihrer Heimat verbunden. Die Schweiz ist in jeder Hinsicht ein Bottom-up-Land, auch in musikalischer Hinsicht. Dass Tradition und Innovation in der Schweiz gut zusammenpassen, kommt auch hier zum Ausdruck.
Nicht nur die Zahl der klassischen Festivals und Konzerte in allen Kantonen ist beeindruckend. Die Musikalität beginnt auch bei der Volksmusik. Und so wie Handarbeit, Berufsbildung und Handwerk in diesem Land hoch geschätzt werden, hat auch die Volksmusik ihren Platz in der nationalen Identität.

Die interaktive Ausstellung im Forum Schweizer Geschichte lädt dazu ein, die faszinierende Geschichte und Entwicklung der Schweizer Volksmusik zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen vier typische Elemente der Schweizer Musikkultur: Schwyzerörgeli, Alphorn, Hackbrett und Jodelgesang.

Volksmusik und -lieder, wie wir sie heute kennen, waren keineswegs schon immer da. Die Ausstellung zeigt, wie Melodien wandern, sich Stile vermischen und der «Mythos Volksmusik» entstanden ist. Historische Exponate, Klangbeispiele und Porträts von Musikerinnen und Musikern machen diesen Entstehungsprozess greifbar.
Vom traditionellen Ländler bis zur innovativen «Neuen Schweizer Volksmusik» – hier wird die ganze Vielfalt präsentiert. Wer möchte, kann selbst Instrumente ausprobieren, Jodeln oder gar das Tanzbein schwingen.

Le Ranz des Vaches. Sammlung: Forum Schweizer Geschichte


