Vom 15. bis Mitte 19. Jahrhundert waren eidgenössische Söldner von allen europäischen Mächten umworben. Die Fremden Dienste bildeten in dieser Zeit eine elementare Einnahmequelle.
Die Schweiz war 500 Jahre lang der grösste Lieferant von Kriegsdienstleistern. Schätzungen gehen heute von bis zu 1,5 Millionen Soldaten aus, die unter fremden Fahnen dienten.
Auch zahlreiche Nidwaldner leisteten fremde Dienste. Darunter sind Persönlichkeiten wie «Borneo Louis», der Nidwaldner Louis Wyrsch, der als Offizier auf den Gewürzinseln im Dienst der niederländischen Kolonialarmee zu Rang und Namen kam.
In strukturschwachen Bergregionen bot der Solddienst als Form der Arbeitsmigration während Jahrhunderten einen Ausweg aus der Not.
Die Ausstellung geht Fragen der wirtschaftlichen Verhältnisse nach und folgt zahlreichen Einzelschicksalen von Innerschweizer Söldnern und Militärunternehmern.
