Vor über 100 Jahren wurde das Pharmazeutische Institut der Universität Basel offiziell gegründet. Kurz danach legte der Apotheker und Dozent für praktische Pharmazie, Prof. Dr. Josef Anton Häfliger, eine wissenschaftliche Sammlung von Objekten zur Pharmaziegeschichte an.
Diese Sammlung legte den Grundstock für das Pharmaziemuseum der Universität Basel, welches dieses Jahr sein Jubiläum feiert. Die aktuelle Sonderausstellung thematisiert die Geschichte des Museums und seiner Sammlung innerhalb der bestehenden Dauerausstellung.

Detail aus der Broschüre des Pharmaziemuseums der Universität Basel
Dass die «Schweizerische Sammlung für Historisches Apothekenwesen» damals beinahe gleichzeitig mit dem Pharmazeutischen Institut gegründet wurde, hat mit Entwicklungen in der Pharmazie zu tun. Die Pharmazie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vermehrt zu einer wissenschaftlichen Disziplin. Die Produktion der Arzneimittel verschob sich von der Apotheke in die Fabriken.
Die Sonderausstellung thematisiert die Motive und Personen aus der Gründungszeit anhand ausgewählter Objekte, die dem Museum in dieser Phase geschenkt wurden.
Abgesehen von der Gründung des Museums werden in der Sonderausstellung weitere Personen und Objektgruppen aufgegriffen.
Die Sonderausstellung fragt, wie die Sammlung des Pharmaziemuseums zustande gekommen ist. Sie untersucht also auch das Zusammenspiel von akademischer Sammlung, Wissenschaftsgeschichte und dem Interesse eines Berufsstandes daran, die eigene Identität zu wahren.
