Hauterive, Laténium. Photo: www.latenium.ch

Pfahlbauten in der Schweiz

Rund 1 000 Pfahlbauten in sechs Alpenländern (die Schweiz, Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien) sind bekannt. Ein Projekt der UNESCO umfasst eine Auswahl von 111 archäologischen Pfahlbauten.

Das Projekt besteht aus den Überresten prähistorischer Pfahlbausiedlungen aus den Jahren 5000 bis 500 v. Chr., die sich lediglich unter Wasser, am Seeufer, an Flüssen oder im Feuchtgebiet befinden.

Aufgrund der aussergewöhnlichen wassergefüllten Bedingungen wurde das organische Material erhalten. Es gibt ein detailliertes Bild der Lebensbedingungen dieser prähistorischen Populationen wieder. Das Projekt vermittelt ein einzigartiges Wissen über die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Lebensbedingungen.

Die Ergebnisse von über 150 Jahren Forschung hatten einen grossen Einfluss über das Verständnis der Entwicklung der frühen Agrargesellschaften der Jungsteinzeit und der Bronzezeit im Allgemeinen und der Wechselwirkungen zwischen den Regionen um die Alpen im Besonderen.

In der Schweiz bieten verschiedene Museen und archäologische Stätten Einblicke in diesen Kampf gegen das Wasser.

Nachfolgend eine nicht vollständige Liste:

Museum Burghalde in Lenzburg, Historische Museen Bern, Biel und Neuveville, das Pfahlbaumuseum in Lüscherz, das Historische Museum in Murten, Kunst- und Geschichtsmuseum in Genf, das Wiggetaler Museum in Luzern, der Laténium Park in Hauterive, Museum de l`Areuse in Boudry, Museum Nidwalden in Stansstadt, das Museum Allerheiligen in Schaffhausen, das archäologische Museum in Olten, das historische Museum in Arbon, das archäologische Museum in Frauenfeld, das Museum im Kornhaus in Rorschach, das archäologische Museum in Lausanne, das Yverdon Museum in Yverdon-les-Bains, das Museum für Vorgeschichte in Zug und die Museen in Pfäffikon, Meilen, Horgen und Wetzikon.

(Quelle und weitere Informationen: www.palafittes.org).