Däniken, Nothelferkapelle. Foto/Photo: TES.

Die Nothelferkapelle von Däniken

Wir schreiben das Jahr 1798. In den Jahren 1792-93 annektierten französische Revolutionstruppen den französischsprachigen Teil des Fürstentums Basel, etwa den heutigen Kanton Jura.

Napoleon Bonaparte (1769-1821), der französische General, hatte es 1798 auf die dreizehn souveränen Kantone der Eidgenossenschaft abgesehen.

Sein Ziel war die Kontrolle der Gebirgspässe nach Italien und Österreich, seinem Hauptgegner auf dem Kontinent.

Die Kantone begannen ihre Armeen zu verstärken. So auch der katholische Kanton Solothurn. Es war jedoch vergeblich. Trotz heftigem Widerstand in einigen Kantonen besetzte Frankreich die Eidgenossenschaft. Die Helvetische Republik (1798-1803) wurde gegründet.

In Eich, einem Dorf, das heute zur Gemeinde Däniken gehört, versprachen zwei prominente Bürger, eine Kapelle zu Ehren Marias und der vierzehn heiligen Nothelfer zu errichten, wenn die französischen Besatzer wieder abziehen.

Im Jahr 1803 verliessen sie tatsächlich das Land. An ihre Stelle trat der Bund von 19 souveränen Kantonen (die 13 alten und die neuen Kantone Thurgau, Aargau, St. Gallen, Tessin, Graubünden und Waadt).

Napoleon gründete diesen Vasallenstaat mit der Mediationsakte von 1803, nachdem er erkannt hatte, dass die Kantone einen Einheitsstaat nicht akzeptierten.

Die Kantone erhielten die Souveränität über ihre inneren Angelegenheiten zurück, solange sie die (hohen) Steuern an Frankreich zahlten und die französische Aussenpolitik unterstützten.

Die Kapelle wurde in den Jahren 1805-06 erbaut. In Kriegszeiten (Sonderbundskrieg 1847, Erster (1914-1918) und Zweiter (1939-1945) Weltkrieg) oder für Menschen in Not war und ist es immer ein viel besuchter Ort.

Vierzehn Heilige und Maria stehen den Besucher*innen bei. Sie sind hinter dem Altar abgebildet. Die Heilige sind:

der heilige Achatius, Helfer bei Todesangst;

der heilige Ägidius, Helfer der stillenden Mütter und bei der Beichte;

der heilige Eustachius, Helfer bei schwierigen Lebenslagern und bei Trauerfällen;

der heilige Blasius, Helfer bei Halsleiden, Geschwüren, Pest;

der heilige Katharina, Helferin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen, bei Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten;

der heilige Cyriacus, Helfer in der Todesstunde;

der heilige Margareta, Helferin der Gebärenden und bei alle Wunden;

der heilige Vitus, Helfer bei Geisteskrankheiten;

der heilige Dionysius, Helfer bei Kopfschmerzen, Tollwut, Gewissennöten und Seelenleiden;

der heilige Georg, Helfer bei Kriegsgefahren, Fieber, Pest und anderem,

der heilige Christophorus, Helfer gegen unvorbereiteten Tod, rettung aus jedes Gefahr;

der heilige Barbara, Helferin der Sterbenden und gegen Blitzgefahr.

der heilige Pantaleon, Helfer der Ärzte und Hebammen;

der heilige Erasmus von Formiae, Helfer bei Leibschmerzen, Krämpfen, Koliken, Unterleibbeschwerden und bei Magenkrankheiten, er wird angerufen bei Geburten.

(Bron: www.daeniken.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner