Das Museum gibt einen Überblick über Wandlungen und auch Irrungen im Medizinalwesen früherer Zeiten und vermittelt heute nicht mehr gebräuchliche Heilmittel mineralischer, pflanzlicher und tierischer Herkunft sowie Amuletten, Pestmitteln und Umhängemedikamenten.

Viele Waagen und Gewichte, aber auch Mikroskope und Laborutensilien aller Art erzählen von der hochinteressanten Arbeit der Forscher und Entwickler seit dem Ende des Mittelalters.
Die praktische Verwertung der Botanik als Hilfsmittel der Heilkunde geht auf die grossen Gelehrten des klassischen Altertums und die arabischen Einflüsse im Mittelalter zurück.


Auf dieser Grundlage hat sich seit dem 16. Jahrhundert eine grosse pharmazeutische Literatur entwickelt, die in den vielen wunderschön illustrierten Kräuterbüchern ihre schönste Form gefunden hat.
Neben diesen besitzt das Museum auch eine grosse Sammlung von historischen Pharmakopoeen aus vielen Ländern Europas. Das Museum zeigt auch eine bedeutende Sammlung pharmazeutischer Keramik. Diese Fayencen dienten zur Aufbewahrung von Rohstoffen und Arzneien in den Apotheken.
Der schönste Raum des Museums – die gotische Hauskapelle aus dem 15. Jahrhundert – wurde zu einem alchemistischen Laboratorium umgebaut. Die Empire-Apotheke aus Frankreich und natürlich die berühmte Insbrucker Hofapotheke aus der Barockzeit werden auch gezeigt.

Das Haus „Zum Sessel“
Das Haus „Zum Sessel“, in dem sich heute das Museum befindet, war 1515 und 1516 Wohnort von Erasmus von Rotterdam. Der Besitzer war damals sein Verleger und Drucker Johann Froben. Erasmus übersetzte in diesem Haus die Bibel in die altgriechische Sprache.
Der Arzt, Naturforscher und Alchemist Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, hat im Jahre 1527 in diesem Haus den Kranken Buchdrucker Johann Froben betreut.
Professor Tadeus Reichenstein (1897–1996) erhielt 1950 den Nobelpreis für Medizin und arbeitete von 1939 bis 1950 in diesem Haus.
Eindrücke aus dem Museum

Die Hofapotheke aus Innsbruck, um 1755







Paracelsus, Kopie der Paracelsus-Büste von Prof. Sepp Dobner



Stadt: Basel
Land: Schweiz
Adresse: Totengässlein 3
Website: https://pharmaziemuseum.unibas.ch
