Die Abtei und das Dorf Engelberg
27 Juli 2021
Die Benediktinerabtei Engelberg liegt in einem Bergtal am Fusse des Titlis (Kanton Obwalden).
Das Kloster wurde vom Zürcher Adeligen Konrad von Sellenbüren gestiftet und 1120 von Mönchen aus Muri unter Abt Adelhelm gegründet. Mitte des 12. Jahrhunderts erneuerten Mönche aus dem Reformkloster St. Blasien (Schwarzwald) das klösterliche Leben.

Abt Frowin (1147-78) gründete eine Schreibschule, die unter ihm und seinen Nachfolgern Berchtold (1178-97) und Heinrich (1197-1223) eine Blütezeit erlebte.
Spätestens seit der Zeit Frowins war die Abtei ein Doppelkloster. Die Frauengemeinschaft übersiedelte 1615 nach Sarnen (Kloster St. Andreas). Um 1604 wurde das Kloster Engelberg in die Schweizer Benediktinerkongregation aufgenommen.
Ausserhalb der Talherrschaft verfügte Engelberg hauptsächlich über Besitztümer in Nidwalden, im Luzernischen, im Aargau und im Zürichgau.

Seit ihrer Gründung hat die Abtei eine zentrale Stellung im Engelbergertal. Bis zur Französischen Revolution war der Abt zugleich geistlicher und weltlicher Talherr. 1798 erlangten die Talleute politische Unabhängigkeit.
Ab 1803 gehörte Engelberg zu Nidwalden. 1815 schloss sich das Kloster Obwalden an. Die heutige barocke Klosteranlage entstand nach dem Brand im Jahr 1729.
(Quelle: historisches Lexikon der Schweiz, Engelberg Kloster, https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008557/2011-03-31; www. kloster-engelberg.ch).
Korrektorin: Melinda Fechner




