Basel, ehemalige Oekolampad Kirche. Bild/Photo: TES.

Wibrandis Rosenblatt

Im Pfarrhaus zu St. Martin in Basel wirkt am Höhepunkt der Reformation die Frau Wibrandis Rosenblatt (1504-1564).

Sie war mit dem Reformator Johannes Oekolampad, Johannes Oecolampadius, (1482-1531) verheiratet und eine der ersten evangelischen Pfarrfrauen in Basel.

Übrigens hatten die Reformation und diese Ehe nichts zu tun mit Emanzipation. Wibrandis kümmerte sich um den Haushalt und war gehorsam und bibelkundig, in den Worten von Oekolampad.

Die Ehe mit einem (ehemaligen) Priester galt als reformatorischer Akt und als Bekenntnis zum neuen Glauben. Nach dessen Tod vermählte sie sich noch mit den Reformatoren Wolfgang Capito (1478-1541) und Martin Bucer (1491-1551).

Die elffache Mutter lebte und starb in Basel und wohnte auch in Strassburg (mit Capito und Bucer) und Cambridge (mit Bucer).