Das Muotatal, das Kloster St. Josef und das Hölloch

Das Muotatal im Kanton Schwyz ist flächenmässig gleich gross wie der Kanton Zug. Das Gebiet hat nicht nur einmalige Naturschönheiten, sondern auch ein wunderschönes Kloster. Die meisten Einwohner leben im Dorf Muota.

Das Kloster St. Josef

 Die Klosterchronik erzählt, dass sich bereits 1224 geistliches Leben im Muotathal angesiedelt hat. Damals lebten und beteten Beginen und Begarden in einem kleinen Haus mit Kapelle.

Am 24. Juni 1288 wurde die offizielle Gründungsurkunde ausgestellt – die älteste erhaltene Urkunde in deutscher Sprache.

Mit den Siegeln der Schwestern, der Franziskaner und des Pfarrers des Tales wurde die Gründung der Franziskanerinnen besiegelt. 1684 begann der Bau des heutigen Klosters. Die Kirche wurde dem heiligen Josef geweiht, und seitdem trägt das Kloster den Namen St. Josef.

Die französische Invasion im Jahr 1798  brachte Unruhe ins Tal. Wegen der Einquartierung von französischen, österreichischen und russischen Soldaten geriet das Kloster in grosse Armut. Einer der „Gäste“ in dieser Zeit war General Suworow. Er zollte der damaligen Oberin, Mutter Walburga Mohr, grossen Respekt für ihre kluge und besonnene Führung in schwierigen Zeiten.

Perlen der Natur

Im Muotatal ist die Natur bis heute ursprünglich und ungezähmt geblieben. Um das Dorf herum erstrecken sich Landschaften mit Wander- und Fahrradwegen. Diese führen zwischen Alpwiesen und Wäldern sowie Wasserfällen, Karstgebieten und Bergen vorbei. Auch die wilden Wasser der Muota prägen die Landschaft.

Die Hölloch-Höhle

Zu den grossen Naturschätzen gehört die Hölloch-Höhle. Sie ist mit 212 Kilometern Länge und 1033 Metern Tiefe eines der grössten Höhlensysteme der Welt. Das Besucherzentrum Hölloch und die Ausstellung erteilen weitere Informationen.

Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat