Die Kyburg. Foto/Photo: TES

Schloss und Dorf Kyburg

Die Kyburg wurde 1027 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der ursprüngliche Name „Chuigeburg“ (= Kühburg) deutet auf eine Fluchtburg hin. Der Graf von Kyburg baute die Burg um 1200 aus.

Die Mauer aus dem 12. Jahrhundert

Graf Ulrich III. von Kyburg liess sich eine grosse Burgkapelle bauen. Diese wunderschöne Kapelle, Teile des grossen Turms und einige Aussenmauern stehen heute noch. Aus der mittelalterlichen Burg entstand allmählich das Dorf Kyburg.

Das Dorf und das Schloss werden auf drei Seiten hin durch steil abfallende und bewaldete Hänge begrenzt. Die alten Kyburger wählten den Ort auf einem Geländevorsprung an einem tiefen Einschnitt des Tösstals so, dass er sich vom Gelände her gut verteidigen liess.

In der Richterstube urteilte der Landvogt über Delikte.

Das Geschlecht Kyburg wurde neben den Habsburgern und den Savoyern zur wichtigsten Adelsfamilie im Gebiet des heutigen Schweizer Mittellandes. Nach dem Tod des letzten Kyburgers 1264 sicherte sich Rudolf von Habsburg das Erbe.

Hier stand die Truhe, in der Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg die Reichskleinodien aufbewahrten.

Nach seiner Krönung 1273 liess König Rudolf I. die Reichskleinodien aushändigen und verwahrte sie auf der Kyburg.

Zürich erwarb 1424 das Dorf und Schloss Kyburg im 15. Jahrhundert und baute es zu einem Landvogtschloss um.

Nach Erwerb und Umbau der Kyburg stattete Zürich die Kapelle neu aus. Die Wandmalereien zeugen von spätmittelalterlicher Frömmigkeit und herrschaftlichem Selbstbewusstsein.

1890 wurde die Kapelle vollständig repariert und in einen vorreformatorischen Idealzustand gebracht. 1866 wurde im Schloss das erste Burgmuseum der Schweiz eröffnet.

Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat

Die Tössbrücke über die Töss

Der Garten wurde im Jahr 2001 nach historischen Quellen restauriert.

 

Die Burgkapelle

Das Dorf Kyburg