Susch, Frühling, 2019. Photo/Foto: TES.

Die Via Engadina

Die Via Engiadina ist ein Wanderweg (teilweise auch mit dem Fahrrad möglich) von Casaccia (Bergell) im Oberengadin an der Grenze zu Italien nach Vinadi im Unterengadin, der Grenze zu Österreich.

Das Bergell (Val Bregaglia) grenzt an das Veltlin (Valtellina), das über zweihundertfünfzig Jahre (1512-1798) ein Untertanengebiet des Freistaats der Drei Bünde, des Vorläufers des Kantons Graubünden, war.

Die 140 Kilometer lange Strecke lässt sich aufgrund der hervorragenden Unterbringungsmöglichkeiten leicht zu Fuss (oder mit dem Fahrrad) in Etappen zurücklegen. Der Höhenunterschied beträgt in Vinadi  2 500 bis 1 086 Meter.

Kunst, Tourismus, Geschichte, Natur und weltberühmte Orte und schöne Dörfer mit Engadiner Architektur und berühmten Bergpässen begleiten den Wanderer.

Maloja, Sils Maria (und See) und St. Moritz (und See) sind die ersten grösseren Dörfer in der schönen Berglandschaft. Giovanni Segantini (1858-1899) und das ihm gewidmete Museum in St. Moritz geben dieser Landschaft eine künstlerische Dimension.

Von Sils mit seinem berühmten Waldhaus und Museum (Nietsche-Haus), das Haus von Friedrich Nietzsche (1844-1900), führt der Inn (En in romanischer Sprache) nach Vinadi.

Der Rundgang führt durch Celerina, Bever, Zuoz (mit seinen schönen Häusern (u.a. Chesa Planta) und Platz (Plazzet), Brail (die Grenze zwischen Oberengadin, Putèr-Romanisch, und Unterengadin, Vallader-Romanisch), Zernez (und dem höchsten Gipfel des Engadins, dem Piz Linard mit 3 410 Metern), Schloss Wildenberg und das Zentrum des Nationalparks der Schweiz) Susch, Lavin, Guarda, Ardez, Ftan, Scuol (Bogn Engiadina und das Unterengadiner Museum), Vulpera Tarasp (Schloss Tarasp und Trinkhalle, Stiftung Nair in Vulpera), mit Blick auf die Engadiner Dolomiten, Sent, Vnà, Val Sinestra, Ramosch, Tschlin, Martina und schliesslich Vinadi.

Vinadi ist die alte Grenzstadt des Freistaates der Drei Bünde, das Schloss Altfinstermünz auf der österreichischen Seite erinnert daran.