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Das Berner Seeland

Das Berner Seeland im Drei-Seenland (Pays des trois lacs) wurde von Kelten und ihren Vorgängern und Nachfolgern (Römer, Burgunder und Alemannen) bewohnt.

Das Gebiet hat die beiden burgundischen Königreiche (443-534 und 888-1032) erlebt, dazwischen die fränkische und karolingische Herrschaft, sowie die lokalen Herrscher innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

Nach den französischsprachigen Grafen von Neuenburg kam das Gebiet ab 1375 unter die Herrschaft des französischsprachigen Herzogtums Savoyen und der Grafen von Châlon. Dies erklärt auch die deutsch-französische Sprachgrenze in diesem Gebiet.

Die Eroberung der Seigneurie von Erlach (Cerlier) durch Bern 1474 (während der Burgunderkriege 1474-1477) brachte das Gebiet endgültig unter die Herrschaft des deutschsprachigen Bern.

In der Reformation ging das Gebiet an die evangelisch-reformierte Kirche über und teilte das Schicksal Berns während des französischen Einmarsches 1798.

Die Helvetische Republik (1798-1803) war ein Einheitsstaat mit einer neuen administrativen Struktur des Landes nach französischem Vorbild.

Mit der Mediationsakte von 1803 wurde die neue Eidgenossenschaft (1803-1813) mit neunzehn Kantonen geschaffen.

Im Jahr 1815 wurde das Gebiet definitiv dem Kanton Bern zugeteilt, was 1848 noch einmal in der Verfasung bestätigt wurde.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts profitieren die Dörfer und Städtchen von den Eisenbahn- und Handelsstrassen Bern-Neuenburg und Biel-Murten.

Das Grossprojekt der Umgestaltung des Juragewässersystems, die Juragewässerkorrektion (Neuenburger-, Bieler- und Murtensee sowie Flüsse) und der Bau von Kanälen (1868-1891 und 1962-1973) machten die Region zur Obst- und Gemüsescheune der Schweiz.

Das sumpfige Moor (Der grosse Moos/Le grand Marais) wurde nicht mehr überschwemmt und die fruchtbaren Böden und Wiesen brachten im zwanzigsten Jahrhundert neuen Wohlstand.

Die Dörfer und Städte mit ihren Kirchen, Schlössern und Bauten sind Zeugen ihrer reichen Vergangenheit und der französisch- und deutschsprachigen Einflüsse.