Der Meister des Expressionismus in Berlin


Selbstbildnis im Morphiumrausch 1917. Brücke-Museum, Berlin, Foto: Künsthaus Zürich

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), der Meister des Expressionismus, lebte zwischen 1911 und 1917 in Berlin. Was waren das damals für Zeiten ? Erstmals findet in der Schweiz eine Ausstellung zu Kirchners Berliner Jahren statt. Die Ausstellung widmet sich dieser Phase seines Lebens und in den Fokus der Präsentation gerückt wird dabei das Spannungsverhältnis zwischen seinem Leben in Berlin und auf der Ostseeinsel Fehmarn, wo er Sommermonate verbrachte. 1917 liess er sich in den Davoser Bergen nieder und fand eine neue Schaffensphase. Neben Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbüchern und Fotografien aus Kirchners Zeit in Berlin werden auch eine repräsentative Auswahl seiner frühen Arbeiten aus Dresden und erste Gemälde, die in Davos entstanden sind, gezeigt. Die Ausstellung ist entstanden in Kooperation mit dem Brücke-Museum Berlin.

Johann Winckelmann in Chiasso


Anton Raphael Mengs (1729-1779), Johann Winckelmann, 1755. Metropolitan Museum of Art, New York. Foto: Wikipedia.

Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) veröffentlichte 1767, kurz vor seinem Tod, die Publikation “ Monumenti antichi inediti” . Das Museum widmet diesem Beispiel, über Italien hinaus kaum zur Kenntnis genommen, einer illustrierten kunstwissenschaftlichen Publikation eine Schau. Gezeigt werden alle Drucke, zahlreiche Kupfertafeln, Manuskripte und einige Kunstwerke aus dem Archäologischen Museum in Neapel, darunter das kleine Fresko mit dem trojanischen Pferd , 1760 in Pompeji entdeckt. Die Winckelmann-Gesellschaft (www.winckelmann-gesellschaft.com) ist auch Partner bei dieser Ausstellung. Das Museum festigt ausserdem mit dieser Ausstellung seine Vermittlerrolle zwischen dem italienischen und deutschen Sprach- und Kulturraum im Geiste seines Namenspatrons Max Huber.

Ewige Gegenwart


Marc Bauer (1975), Threesome III, 2009. Foto: Graphische Sammlung ETH Zürich.

Die Graphische Sammlung ETH Zürich besitzt rund 160 000 Kunstwerke auf Papier vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Ausstellung zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum fokussiert nun auf Druckgraphik, Fotografien, Zeichnungen, Künstlerinnen – und Künstler-Bücher, die in den letzten zwanzig Jahren entstanden sind und Eingang in die Sammlung gefunden haben. Den zeitgenössischen Positionen gegenüber gestellt sind punktuell historische Werke, weil die Gegenwart trennt sich nicht von der Vergangenheit. Ein gewichtiger Teil der Bestände stammt aus der Schweiz. Die Ausstellung mit zwei Standorten – im Helmhaus Zürich wie auch in der Graphischen Sammlung ETH Zürich.